Ironman Cervia 2018

Letztes Wochenende stand mein Saisonhöhepunkt in Cervia auf dem Plan. Ich wollte mir die Hawaii-Quali für 2019 sichern. Leider hat mein Vorhaben nicht so geklappt und Hawaii muss ich verschieben.

Schwimmen: Ich stellte mich in der Startbox der Sub 1h ganz hinten an. Alle 5sek wurden 6 Leute auf die Reise geschickt. Dadurch wird das Feld entzerrt, was mir definitiv entgegen kommt. Das Neoverbot wurde trotz deutlich zu hoher Wassertemperatur aufgehoben. Die Strömung hatte viele Quallen angespült und Sicherheitsbedenken veranlassten den Veranstalter zu dieser Entscheidung. Durch den Rolling Start hatte ich vom Start weg viel Platz zu schwimmen. Die erste Runde war dann nach 33 min geschwommen. Auf der zweiten Runde konnte ich das Tempo fast halten, was mich dann doch wunderte. Kurz vor Ende kam mir doch noch eine Qualle in die Quere. Durch Neo war ich geschützt und ich muss sagen das es eine gute Entscheidung von der Jury war. Am Ausstieg kurzer Blick auf die Uhr 1:03h – neue Bestzeit.

Dann der lange Weg durch die Wechelzone. Noch nie war der Weg auch nur annähernd so lange. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit bis ich auf dem Rad saß.

Rad: Endlich auf dem Rad war erstmal Verpflegung angesagt. Auf dem Weg raus aus der Stadt ordnete ich mich in einer Gruppe ein. Jetzt hieß es nicht zu schnell angehen und kein Drafting zu kassieren. Durch ständige Positionswechsel war eine Unruhe in der Gruppe und man hatte einiges zu tun um nicht zu nah am Vordermann zu fahren. Insgesamt hielt sich das Drafting in der Gruppe in Grenzen und es wurde so fair wie es möglich war gefahren. In der Zeiten Runde nahm der Wind zu. Ich konnte mich mit 2 weiteren Athleten absetzen. Wir 3 blieben bis ca. 140km zusammen. Aufgrund von Übelkeit konnte ich keine Nahrung mehr aufnehmen. Auch das Trinken fiel mir schwer. So kam  bei km 165 der erste Krampf. Die sollten dann bis zur 2 Wechselzone immer wieder kommen und gehen. Mit meiner Zeit von 4:51h bin ich mehr als zufrieden.

Der 2. Wechsel fiel mir dann doch schwerer. Vom ersten Schritt an hatte ich einen Krampf im Oberschenkel. Im Wechselzelt dehnte ich mich erstmal und hoffte das es nur eine kurzzeitige Sache ist. Nachdem Wechsel ging es Mit kurzen Schritten ging es auf die Laufstrecke.

Laufen: Alles andere als rund würde ich meinen Lauf bezeichnen. An der ersten Verpflegung musste ich erstmal anhalten und Cola und Eis in mich leeren. Der nächste Versuch zu laufen endete bei ca. km 2 mit einem weiteren Krampf. Da jetzt auch das dehnen nicht mehr half, ging ich erstmal weiter. Irgendwann bin ich dann im lockeren Tempo wieder angelaufen. Ich war nicht schnell unterwegs aber ich war wieder unterwegs. Nächste Verpflegung Unmengen von Cola in mich geleert und dem Versuch wieder anzulaufen. Sofort war wieder ein Krampf zu spüren. Dehnen, gehen und dann wieder locker loslaufen. So ging das die ersten zwei Runden. Am Ende der 1. Runde war dann meine Familie zu sehen und ich hockte mich erstmal an den Streckenrand. Gegen Ende der 2.Runde und ca. 4 Liter Cola merkte ich wie ich mich erholte und mein Lauftempo steigern konnte. Jetzt lief es wie am Schnürchen. Ein Kilometer nach dem Anderen in einem konstanten Tempo. In den Verpflegung blieb ich aber immer noch stehen um weiter viel Cola zu trinken. Nach einem 4h Marathon und 10:05h Gesamtzeit lief ich als 181. Mann ins Ziel. In meiner AK bedeutete das den 31. Platz. Selten war ich nach einem Zieleinlauf so zufrieden. Cervia ich komm wieder.

Lange Wechselzone