Ironman Italien

Letzte Runde ist dann doch hart

Nach über 2 Jahren stand ich wieder an der Startlinie eines Ironmans. Die Vorbereitung war durch einige Verletzungen unterbrochen und so ging es mit gemischten Gefühlen nach Cervia an der Adria. Gestarten wurde im Wellenstart. Alle 10s gingen 8 Teilnehmer auf die Reise. Ich gliederte mich in die 60-70min Gruppe am Ende ein. So ging ich ca. Um 8:00Uhr ins Wasser. Ich hatte schnell meinen Rhythmus gefunden. Für die ersten 500m benötigte ich 9min. Ich merkte wie das Meer immer unruhiger wurde und nach der ersten Boje konnte man sich nur noch schwer orientieren. Zu hoch waren die Wellen. Zu meiner Überraschung schwamm ich die zweiten 500m in der gleichen Zeit. Ich konnte das Tempo bis ca. 300M vor dem Ziel halten. Dan wurde es doch langsamer. Das fehlende Schwimmtraining machte sich bemerkbar. Nach 1:11h hatte ich festen Boden unter den Füssen. Mit einem Lachen im Gesicht lief ich in die ewig lange Wechselzone. Auch auf dem Rad fand ich schnell mein Tempo. Es wurde fair gefahren, größere Gruppen sah ich keine. Auf dem Rad wollte ich mich zurückhalten und fuhr nach Puls. Immer schön verpflegen, viel trinken und aufpassen das man dem Vordermann nicht zu sehr auf die Pelle rückt. Die Kilometer vergingen wie im Flug. Auf den letzten 35km kam der Wind dann mächtig von vorn. Mein Ziel unter 5h zu bleiben konnte ich dadurch nicht mehr halten und bog nach 5:02h in die zweite Wechselzone ein. Jetzt ein schneller Wechsel und ab auf die 4 Runden durch Cervia. Ich fand auch hier ein angenehmes Tempo. Der Gedanke an die 42km lies mich nochmals ein bisschen Tempo rausnehmen. Durch leichte Rückenprobleme und mehreren Aufenthalten auf dem Dixie, fiel mein Tempo merklich ab. In der zweiten Runde machte ein Wolkenbruch die Sache auch nicht einfacher. Meine Familie am Streckenrand feuerte mich mächtig an. So wurde das Tempo zum Schluss nochmals ein bisschen besser und ich lief als 16. meiner AK und einer Zeit von 10:21h über die Ziellinie. Nicht ganz was ich mir vorgestellt habe. Mein gestecktes Ziel, die Hawaii-Quali, war an diesem Tag leider nicht möglich. Meine Gedanken während des Laufs, das das mein letzter Ironman war, waren schon auf der Zielgeraden weggewischt. Die neuen Ziele für 2022 stehen.

Vor dem Start

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